Spiekeroog-Radar

Sonderthema

Nordseebad Spiekeroog GmbH

Die NSB ist eine 100%-Tochter der Gemeinde Spiekeroog (Stammkapital 1.019.700 €) und betreibt den Fährverkehr Neuharlingersiel ↔ Spiekeroog sowie die touristische Infrastruktur auf der Insel. Als mittlere GmbH veröffentlicht sie ihren vollen Jahresabschluss im Bundesanzeiger — die folgenden Zahlen sind dort kostenlos einsehbar.

Bilanzsumme 2024
22,58 Mio €
Eigenkapital 2024
3,92 Mio €
Bankschulden 2024
8,90 Mio €
Rohergebnis 2024
9,65 Mio €
Jahresergebnis 2024
-314 TEUR
Bilanzsumme13,73 Mio € (2006)
202420202015201020062024: 22,58 Mio € €2023: 21,72 Mio € €2022: 18,08 Mio € €2021: 19,24 Mio € €2020: 19,83 Mio € €2019: 19,61 Mio € €2018: 19,78 Mio € €2017: 18,56 Mio € €2016: 18,43 Mio € €2015: 18,79 Mio € €2014: 20,16 Mio € €2013: 18,89 Mio € €2012: 13,36 Mio € €2011: 13,64 Mio € €2010: 14,41 Mio € €2009: 12,89 Mio € €2008: 13,50 Mio € €2007: 13,75 Mio € €2006: 13,73 Mio € €
Eigenkapital936 TEUR (2006)
202420202015201020062024: 3,92 Mio € €2023: 4,23 Mio € €2022: 4,72 Mio € €2021: 4,02 Mio € €2020: 3,82 Mio € €2019: 3,94 Mio € €2018: 3,10 Mio € €2017: 2,73 Mio € €2016: 2,02 Mio € €2015: 1,46 Mio € €2014: 937 TEUR €2013: 1,49 Mio € €2012: 1,65 Mio € €2011: 1,59 Mio € €2010: 1,64 Mio € €2009: 1,43 Mio € €2008: 1,35 Mio € €2007: 1,30 Mio € €2006: 936 TEUR €
Bankschulden5,39 Mio € (2006)
202420202015201020062024: 8,90 Mio € €2023: 7,79 Mio € €2022: 7,95 Mio € €2021: 9,56 Mio € €2020: 9,71 Mio € €2019: 9,39 Mio € €2018: 10,14 Mio € €2017: 9,03 Mio € €2016: 9,90 Mio € €2015: 10,53 Mio € €2014: 11,96 Mio € €2013: 10,02 Mio € €2012: 5,92 Mio € €2011: 6,21 Mio € €2010: 6,32 Mio € €2009: 5,11 Mio € €2008: 5,20 Mio € €2007: 5,21 Mio € €2006: 5,39 Mio € €
Jahresergebnis48 TEUR (2006)
202420202015201020062024: -314 TEUR €2023: -488 TEUR €2022: 698 TEUR €2021: 199 TEUR €2020: -117 TEUR €2019: 843 TEUR €2018: 364 TEUR €2017: 715 TEUR €2016: 554 TEUR €2015: 526 TEUR €2014: -551 TEUR €2013: -161 TEUR €2012: 61 TEUR €2011: -47 TEUR €2010: 207 TEUR €2009: 81 TEUR €2008: 46 TEUR €2007: 365 TEUR €2006: 48 TEUR €

Alle Geschäftsjahre

Jahr für Jahr — die Kennzahlen aus dem Jahresabschluss und ein Kontext-Auszug aus dem Lagebericht. Klick auf ein Jahr, um den Originalbericht im Bundesanzeiger zu öffnen.

2024-314 TEUR
Bilanz
22,58 Mio €
EK
3,92 Mio €
Bankschulden
8,90 Mio €
Verbindl. ges.
10,16 Mio €
Rohergebnis
9,65 Mio €
MA
92
2023-488 TEUR
Bilanz
21,72 Mio €
EK
4,23 Mio €
Bankschulden
7,79 Mio €
Verbindl. ges.
9,29 Mio €
Rohergebnis
8,97 Mio €
MA
87
2022698 TEUR
Bilanz
18,08 Mio €
EK
4,72 Mio €
Bankschulden
7,95 Mio €
Verbindl. ges.
8,80 Mio €
Rohergebnis
9,02 Mio €
MA
79
2021199 TEUR
Bilanz
19,24 Mio €
EK
4,02 Mio €
Bankschulden
9,56 Mio €
Verbindl. ges.
10,46 Mio €
Rohergebnis
7,77 Mio €
MA
76
2020-117 TEUR
Bilanz
19,83 Mio €
EK
3,82 Mio €
Bankschulden
9,71 Mio €
Verbindl. ges.
10,32 Mio €
Rohergebnis
7,01 Mio €
MA
76
2019843 TEUR
Bilanz
19,61 Mio €
EK
3,94 Mio €
Bankschulden
9,39 Mio €
Verbindl. ges.
10,35 Mio €
Rohergebnis
8,61 Mio €
MA
72
2018364 TEUR
Bilanz
19,78 Mio €
EK
3,10 Mio €
Bankschulden
10,14 Mio €
Verbindl. ges.
11,25 Mio €
Rohergebnis
7,66 Mio €
MA
74
2017715 TEUR
Bilanz
18,56 Mio €
EK
2,73 Mio €
Bankschulden
9,03 Mio €
Verbindl. ges.
9,85 Mio €
Rohergebnis
7,95 Mio €
MA
75
2016554 TEUR
Bilanz
18,43 Mio €
EK
2,02 Mio €
Bankschulden
9,90 Mio €
Verbindl. ges.
10,45 Mio €
Rohergebnis
7,91 Mio €
MA
74
2015526 TEUR
Bilanz
18,79 Mio €
EK
1,46 Mio €
Bankschulden
10,53 Mio €
Verbindl. ges.
11,06 Mio €
Rohergebnis
7,65 Mio €
MA
73
2014-551 TEUR
Bilanz
20,16 Mio €
EK
937 TEUR
Bankschulden
11,96 Mio €
Verbindl. ges.
12,73 Mio €
Rohergebnis
6,13 Mio €
MA
72
2013-161 TEUR
Bilanz
18,89 Mio €
EK
1,49 Mio €
Bankschulden
10,02 Mio €
Verbindl. ges.
11,74 Mio €
Rohergebnis
6,18 Mio €
MA
70
201261 TEUR
Bilanz
13,36 Mio €
EK
1,65 Mio €
Bankschulden
5,92 Mio €
Verbindl. ges.
6,69 Mio €
Rohergebnis
6,79 Mio €
MA
74
2011-47 TEUR
Bilanz
13,64 Mio €
EK
1,59 Mio €
Bankschulden
6,21 Mio €
Verbindl. ges.
6,70 Mio €
Rohergebnis
6,27 Mio €
MA
78
2010207 TEUR
Bilanz
14,41 Mio €
EK
1,64 Mio €
Bankschulden
6,32 Mio €
Verbindl. ges.
6,92 Mio €
Rohergebnis
5,93 Mio €
MA
79
200981 TEUR
Bilanz
12,89 Mio €
EK
1,43 Mio €
Bankschulden
5,11 Mio €
Verbindl. ges.
5,48 Mio €
Rohergebnis
5,76 Mio €
MA
76
200846 TEUR
Bilanz
13,50 Mio €
EK
1,35 Mio €
Bankschulden
5,20 Mio €
Verbindl. ges.
5,81 Mio €
Rohergebnis
5,21 Mio €
MA
76
2007365 TEUR
Bilanz
13,75 Mio €
EK
1,30 Mio €
Bankschulden
5,21 Mio €
Verbindl. ges.
5,40 Mio €
Rohergebnis
5,24 Mio €
MA
74
200648 TEUR
Bilanz
13,73 Mio €
EK
936 TEUR
Bankschulden
5,39 Mio €
Verbindl. ges.
5,61 Mio €
Rohergebnis
4,74 Mio €
MA
70

Lagebericht-Auszug pro Jahr

Was prägte das jeweilige Geschäftsjahr? Zwei bis vier Sätze, von der KI aus dem Lagebericht destilliert. Die KI-Konfidenz markiert, wie eindeutig die Kennzahlen im Originaltext zu finden waren.

Geschäftsjahr 2024KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von einer Häufung außerordentlicher Belastungen: Die Havarie der Kombifähre Spiekeroog IV, eine knapp einjährige Schließung des neuen Thalasso-Gesundheitszentrums nach Wasserschäden sowie deutliche Kostensteigerungen beim Historischen Rettungsschuppen drückten das Ergebnis ins Negative. Trotz Tarifsteigerungen im TVöD und gestiegener Energiekosten fiel der Jahresfehlbetrag rund 272 TEUR besser aus als im Wirtschaftsplan erwartet — und deutlich geringer als im Vorjahr. Das Eigenkapital ist gesunken und liegt mit einer Quote von 26,5 % der bereinigten Bilanzsumme nach Einschätzung der Geschäftsführung strukturell unter dem notwendigen Niveau; eine Verlustübernahme durch die Gemeinde ist im Abschluss nicht ausgewiesen.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Geschäftsjahr 2023KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2023 war von einem Zusammentreffen mehrerer außerordentlicher Belastungen geprägt: Die vergeblichen Planungskosten für das Projekt Strandimmobilien (rund 500 TEUR Abschreibung), erhebliche Baukostensteigerungen beim neu eröffneten Thalasso-Gesundheitszentrum sowie dessen Schließung infolge zweier Wasserschäden im Dezember 2023 drückten das Ergebnis deutlich ins Negative. Hinzu kamen wiederholte technische Ausfälle der neuen Schnellfähre WattnExpress, eine Havarie der Kombifähre Spiekeroog IV im Dezember 2023 sowie strukturell steigende Personalkosten durch den TVöD-Tarifabschluss. Die Finanzlage wird auch für 2024 als herausfordernd eingestuft, da weiterer Investitionsbedarf im siebenstelligen Bereich besteht und die Eigenkapitalquote mit 30 % als strukturell unzureichend bewertet wird.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsjahr 2022KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2022 verlief deutlich besser als geplant: Statt des im Wirtschaftsplan erwarteten Verlustes von rund 421 TEUR erzielte die NSB einen Jahresüberschuss. Maßgeblich war die Erholung des Tourismus nach den Pandemiejahren – Übernachtungen stiegen um knapp 26 % gegenüber 2021 und übertrafen sogar das Vorkrisenniveau von 2019. Belastend wirkten stark gestiegene Energiekosten sowie erhebliche Kostensteigerungen beim Bau des Thalasso-Gesundheitszentrums, dessen Herstellungskosten von ursprünglich 3,5 Mio. € auf rund 5,6 Mio. € (förderfähig) anwuchsen. Die NSB finanzierte sich 2022 ohne Verlustübernahme durch die Gemeinde; die Finanzlage bleibt jedoch durch steigende Zins- und Personalkosten sowie bevorstehende Großinvestitionen angespannt.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Geschäftsjahr 2021KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2021 stand erneut unter dem Einfluss der Corona-Pandemie: Lockdown und Reisebeschränkungen im ersten Halbjahr drückten die Gästezahlen auf rund 37 Prozent unter das Vor-Corona-Niveau von 2019. Trotzdem gelang es der NSB durch Kurzarbeit, Haushaltssperre, temporäre Fahrpreiserhöhungen und die Einwerbung von Corona-Beihilfen (rund 142 TEUR), einen Jahresgewinn zu erzielen — und damit den im Wirtschaftsplan prognostizierten Fehlbetrag von rund 1.051 TEUR abzuwenden. Gleichzeitig belasteten deutliche Baukostensteigerungen von über 16 Prozent das Infrastrukturprojekt Thalasso-Gesundheitszentrum; die Geschäftsführung verhandelte mit NBank und Wirtschaftsministerium über eine Nachbewilligung von Fördermitteln. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht, gilt intern aber weiterhin als nicht ausreichend.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Geschäftsjahr 2020KI-Konfidenz: hoch

Die Corona-Pandemie führte 2020 zu einem Einbruch der Gästezahlen um über 40 % und zeitweise zu einem Nachfragerückgang von über 90 % — erstmals seit 2015 schloss die NSB mit einem Jahresfehlbetrag ab. Gegensteuernde Maßnahmen wie Kurzarbeit, eine temporäre Fahrpreiserhöhung um den Faktor 1,5 und das Einwerben von Corona-Hilfsgeldern (rund 596 TEUR) begrenzten den Verlust deutlich gegenüber der ursprünglichen Prognose. Der Rohertrag lag trotzdem rund 27 % unter dem Vorjahreswert. Parallel wurden mehrere Infrastrukturprojekte angestoßen, darunter der Beschluss zum Neubau eines Thalasso-Gesundheitszentrums, für das Anfang 2021 eine EFRE-Förderung mit rund 80 % der förderfähigen Kosten bewilligt wurde.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Geschäftsjahr 2019KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2019 verlief für die NSB ausgesprochen erfolgreich: Der Jahresüberschuss übertraf den Wirtschaftsplan um rund 731 TEUR und lag damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Treiber waren gestiegene Umsatzerlöse in allen Betriebsteilen – insbesondere durch die Gästebeitragserhöhung und wachsende Frachteinnahmen. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich spürbar, bleibt aber laut IDW-Maßstab noch unter dem angestrebten Zielkorridor. Zum Zeitpunkt der Berichtsaufstellung im Mai 2020 zeichnete sich ab, dass die Corona-Pandemie das Folgejahr 2020 erheblich belasten würde – das Betretungsverbot der Insel ab März 2020 hatte bereits einen Umsatzausfall von rund 1,3 Mio. Euro verursacht.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Geschäftsjahr 2018KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2018 war von einem außergewöhnlich starken Tagesgästezuwachs (+13,5 %) und dem Abschluss des Neubaus der NSB-Mehrfamilienhäuser auf dem ehemaligen Minigolfplatzgelände geprägt. Die Instandhaltungskosten für die Schiffsflotte stiegen um rund 47 % infolge eines zweiten Werftaufenthalts der Spiekeroog IV erheblich an und belasteten das Ergebnis spürbar. Das Rohergebnis lag unter Vorjahresniveau, weil gestiegene Personalkosten und höhere sonstige Betriebsaufwendungen den Umsatzzuwachs überkompensieren. Eine Verlustübernahme durch die Gemeinde war nicht erforderlich; die Eigenkapitalquote bleibt mit rund 21 % jedoch weiterhin deutlich unter den von der Gesellschaft angestrebten 30–40 %.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Geschäftsjahr 2017KI-Konfidenz: hoch

2017 schloss die NSB zum dritten Mal in Folge mit einem positiven Jahresergebnis ab, das den Wirtschaftsplan um rund 772 TEUR übertraf. Prägend war der Beginn des Neubaus von drei Mehrfamilienhäusern auf dem Areal des ehemaligen Minigolfplatzes, der nach langwierigen Grundstücksverhandlungen mit dem Land Niedersachsen mit Darlehen der Sparkasse Leer-Wittmund finanziert wird. Im Schifffahrtsbetrieb konnten aufwendige Umbaumaßnahmen an der Spiekeroog II abgewendet werden, was das Ergebnis zusätzlich entlastete. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 20,6 %, bleibt jedoch laut Lagebericht weiterhin hinter dem angestrebten Zielkorridor von 30–40 % zurück.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Geschäftsjahr 2016KI-Konfidenz: hoch

2016 war das zweite Gewinnjahr in Folge; erstmals mussten Ertragsteuern gezahlt werden, da die Verlustvorträge aus früheren Jahren aufgebraucht sind. Wesentliche Investitionen flossen in den Umbau des ehemaligen Kurmittelhauses zu sieben Appartements sowie in die Modernisierung des Hafengebäudes und die Barrierefreiheit der Schiffsflotte. Der höhere Frachtverkehr durch intensive Bautätigkeit auf der Insel stützte die Umsatzentwicklung im Verkehrsbetrieb. Der Wegfall der Fremdenverkehrsbeitragssatzung belastet die NSB dauerhaft mit strukturellen Mindereinnahmen von über 150 TEUR jährlich.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Geschäftsjahr 2015KI-Konfidenz: hoch

Nach zwei Verlustjahren erzielte die NSB 2015 erstmals wieder einen Jahresüberschuss — getragen von gestiegenen Frachterlösen durch intensive Bautätigkeit auf der Insel sowie Ersteinnahmen aus dem modernisierten Inselkino. Die Eigenkapitalquote blieb mit rund 11 % deutlich unter dem empfohlenen Niveau; die Gesellschaft setzte ihre Konsolidierungsstrategie konsequent fort. Kurz nach dem Stichtag erklärte das OVG Lüneburg die Fremdenverkehrsbeitragssatzung für unwirksam, was rund 157 TEUR an Einnahmen für das Folgejahr in Frage stellte. Die umfangreiche Liegenschaften-Entwicklung (Inselkino, Hafengebäude, Kurzentrum-Umbau zu Appartements) spiegelt den strukturellen Wandel der Gesellschaft von einem reinen Fährbetreiber hin zu einem breiter aufgestellten Inseldienstleister.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Geschäftsjahr 2014KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2014 stand im Zeichen der abgeschlossenen Modernisierung der drei Fahrgastschiffe gemäß Nationaler Fahrgastschiffsrichtlinie, die mit rund 2.700 TEUR deutlich unter den kalkulierten 3.300 TEUR blieb. Trotz höherer Umsätze bei Personenbeförderung, Kurbeitrag und Inselbad verschlechterte sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um rund 390 TEUR, hauptsächlich weil nicht aktivierungsfähige Schiffsinstandhaltungskosten direkt als Aufwand verbucht werden mussten. Die Eigenkapitalquote sank auf 6,7 %, und im April 2015 war die Hälfte des Stammkapitals aufgebraucht, was die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung nach § 49 Abs. 3 GmbHG erforderlich machte.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Geschäftsjahr 2013KI-Konfidenz: hoch

Das prägende Ereignis des Jahres 2013 war die Fertigstellung und Wiedereröffnung des modernisierten Inselbades mit Dünenspa nach rund einjähriger Bauzeit — ein Investitionsvolumen von rd. 5,2 Mio. EUR, das vollständig über Fremdkapital finanziert und durch eine Bürgschaft der Gemeinde Spiekeroog abgesichert wurde. Die damit verbundene Kreditaufnahme ließ die Bankverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um rund 4,1 Mio. EUR ansteigen und drückt die Eigenkapitalquote auf nur noch 11,1 %. Zusätzlich wurden für die vorgezogene Instandhaltung der Schiffsflotte (Spiekeroog I, II, IV) erhebliche Aufwendungen fällig, die das Ergebnis belasteten. Der Wirtschaftsplan hatte einen deutlich höheren Fehlbetrag erwartet; dank Einmaleffekten (Fahrgelderstattungen, Verkauf der Spiekeroog III) fiel das Jahresergebnis besser als geplant aus, gleichwohl droht durch die anstehenden Flotteninstandsetzungskosten eine buchmäßige Überschuldung.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Geschäftsjahr 2012KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2012 schloss mit einem Jahresüberschuss ab – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresfehlbetrag, die allerdings maßgeblich von außerplanmäßigen Erträgen aus Rückstellungsauflösungen (u. a. Strandnutzungsgebühren, Abfindungen) getragen wurde. Umsatzseitig entwickelten sich Verkehrs- und Kurbetrieb positiv, während Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen spürbar stiegen. Auf der Investitionsseite dominierten Planungskosten für das Projekt 'Attraktivierung Spiekerooger Schwimmbad', für das die NBank eine Förderzusage von rund 2,1 Mio. Euro erteilte. Die Eigenkapitalquote blieb mit knapp 19 % deutlich unter dem empfohlenen Zielkorridor, und die Zukunft des Schifffahrtsbereichs war zum Berichtszeitpunkt von ungeklärten Finanzierungsfragen abhängig.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Geschäftsjahr 2011KI-Konfidenz: hoch

Die NSB erzielte 2011 trotz der Insolvenz der Beluga Group und mehrerer Tochtergesellschaften auf Spiekeroog höhere Umsätze als im Vorjahr — vor allem durch Fahrpreisanpassungen im Verkehrsbetrieb und gesteigerte Kurbeiträge. Das Jahresergebnis blieb deutlich besser als im Wirtschaftsplan prognostiziert, belastete die Gesellschaft aber dennoch durch ungeplante Mehrabschreibungen (degressive Methode für Schiffe) sowie außerplanmäßige Instandhaltungskosten. Die Eigenkapitalquote von 18,3 % wurde vom Abschlussprüfer ausdrücklich als unzureichend eingestuft; langfristig strebt die Gesellschaft eine Quote zwischen 30 und 40 % an. Für die Folgejahre zeichnete sich mit dem geplanten Schwimmbad-Modernisierungsprojekt (Budget 4 Mio. Euro netto) eine erhebliche Investitionsbelastung ab.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Geschäftsjahr 2010KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2010 schloss entgegen dem geplanten Fehlbetrag von rund 230 TEUR mit einem deutlichen Jahresüberschuss ab, wesentlich begünstigt durch einen einmaligen Umstellungseffekt beim Anzeigenverkauf des Gastgeberverzeichnisses sowie einen Gemeindezuschuss für ein Spielplatzkonzept. Gleichzeitig belasteten außerplanmäßige Reparaturen an der Spiekeroog I (Maschinenschaden) und Nachforderungen für Strandnutzungsgebühren der Jahre 2003–2010 das Ergebnis. Die Kombifähre Spiekeroog IV wurde erfolgreich in Betrieb genommen; das Hafengebäude Spiekeroog wurde von der Gemeinde erworben und langfristig an die NSB verpachtet. Die Eigenkapitalquote von 17,7 % lag weiterhin deutlich unter dem vom Abschlussprüfer als wünschenswert genannten Richtwert von 30–40 %.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Geschäftsjahr 2009KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt vom Kauf der Kombifähre Spiekeroog IV sowie der Einführung eines RoRo-Logistiksystems — beides größere Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 2,8 Mio. Euro. Trotz außerordentlicher Belastungen durch vergebliche Planungskosten für ein Shuttle/Landungsboot und Nachzahlungen aus einer Betriebsprüfung konnte erstmals seit Jahren ein positives Ergebnis erzielt werden, das den im Wirtschaftsplan veranschlagten Fehlbetrag weit übertraf. Die Eigenkapitalquote liegt mit 19,1 % der bereinigten Bilanzsumme deutlich unter dem vom IDW empfohlenen Wert von 30–40 %, was der Abschlussprüfer ausdrücklich anmerkte. Eine Verlustübernahme durch die Gemeinde Spiekeroog war in diesem Jahr nicht erforderlich.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Geschäftsjahr 2008KI-Konfidenz: hoch

Das Geschäftsjahr 2008 schloss nur dank eines Sondereffekts positiv ab: Die zwangsweise Auflösung einer Reinvestitionsrücklage von rund 405 TEUR – mangels geeigneter Reinvestitionsobjekte nach Fristablauf – verhinderte einen Jahresverlust. Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen deutlich, vor allem durch umfangreiche Instandhaltungsarbeiten an den Schiffen sowie höhere Personalkosten durch einen Geschäftsführungswechsel. Die Eigenkapitalquote lag bei nur 17,3 % der bereinigten Bilanzsumme und galt als unzureichend. Für 2009 wurde bereits ein Verlust von über 200 TEUR prognostiziert, verbunden mit offenen Grundsatzentscheidungen über den Ersatz des auslaufenden Frachtschiffs.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Geschäftsjahr 2007KI-Konfidenz: hoch

2007 war für die NSB ein deutlich besseres Jahr als das Vorjahr: Der Jahresüberschuss stieg von knapp 48 TEUR auf rund 365 TEUR – getragen von Zuwächsen beim Personen- und Güterverkehr sowie im Kurbetrieb. Belastend wirkten gestiegene Werbekosten durch den vollständigen Relaunch der Werbelinie sowie höhere Reparaturaufwendungen an Dienstwohnungen und verpachteten Objekten. Der Wirtschaftsprüfer bestätigte den Abschluss ohne Einschränkung, wies aber darauf hin, dass die Eigenkapitalausstattung aufgrund der schlechten Ertragslage der Vorjahre mit 17,7 % der bereinigten Bilanzsumme noch nicht ausreichend sei. Für 2008 waren größere Investitionen geplant, darunter der Neubau eines Shuttles und der Kauf des Hafengebäudes Spiekeroog.

Quelle: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

Geschäftsjahr 2006KI-Konfidenz: hoch

Die NSB schloss 2006 mit einem deutlich verbesserten Jahresüberschuss ab, nachdem das Vorjahresergebnis noch maßgeblich von einmaligen Grundstücksverkaufsgewinnen geprägt war. Das operative Ergebnis profitierte vom Wegfall hoher Sonderbelastungen aus 2005 (Schiffsmotor-Erneuerung, Abfindungszahlung) sowie gestiegenen Kurbeitrags- und Personenverkehrserlösen. Der Wirtschaftsprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk, wies jedoch darauf hin, dass die Eigenkapitalausstattung mit 13,2 % der bereinigten Bilanzsumme weiterhin unzureichend ist. Für 2007 waren Investitionen in ein neues Frachtkonzept und den Neubau eines Schiffsshuttles geplant.

Quelle: Jahresabschluss zum 31.12.2006

Originalberichte einsehen

Der Bundesanzeiger nutzt session-basierte URLs ohne stabile Permalinks — wir können deshalb nicht direkt auf den jeweiligen Jahresabschluss verlinken. Du findest die Originalberichte so:

Quelle & Methode

Die Nordseebad Spiekeroog GmbH ist eine 100%-Tochter der Gemeinde Spiekeroog und veröffentlicht als mittlere GmbH den vollen Jahresabschluss. Kennzahlen extrahiert per KI aus dem Bundesanzeiger-Volltext, Original-PDFs sind je Jahr verlinkt. Kennzahlen-Extraktion mit Sonnet 4.6, KI-Konfidenz pro Jahr ausgewiesen.

Warum Rohergebnis, nicht Umsatz?

Die NSB nutzt für die GuV das HGB-§276-Wahlrecht der verkürzten Darstellung — Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Materialaufwand werden zu einem Posten »Rohergebnis« zusammengefasst. Reine Umsatzerlöse sind in keinem Jahr separat ausgewiesen.

→ Über die Daten und Quellen auf Spiekeroog-Radar