Spiekeroog-Radar
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Sitzungsvorlage
Sachverhalt, den ein Gremium berät.

Beteiligung am Förderprojekt „KRIse – Krisenresilienz der Inselbevölkerung strategisch erhöhen"

Zusammenfassung

Wie das funktioniert

Die Gemeinde Spiekeroog beteiligt sich gemeinsam mit der Jade Hochschule an einem Bundesförderprogramm zur Stärkung der Krisenresilienz der Inselbevölkerung. Das Projekt „KRIse

Einordnung

Beschlussvorlage der Verwaltung in der ersten Phase eines zweistufigen Bundesförderverfahrens; der Rat soll die Beteiligung zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung zur weiteren Begleitung des Verfahrens beauftragen.

Hintergrund

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert Projekte zur Krisenresilienz von Bevölkerungen. Die Gemeinde hat bereits in früheren Projekten wie „InselOase

Was bedeutet das für Insulaner:innen?

Das Projekt zielt direkt auf die Sicherheit aller Insulaner:innen im Krisenfall ab, etwa bei Sturm, Hochwasser oder Infrastrukturausfällen. Auch Gäste sollen einbezogen werden. Bei Erfolg entsteht über drei Jahre eine Halbtagsstelle, die Krisenvorsorge koordiniert.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Gemeinde hat eine Projektskizze eingereicht; eine Förderzusage liegt noch nicht vor
  • Bei Bewilligung sind rund 176.000 Euro Förderung zu 100 Prozent für Spiekeroog vorgesehen
  • Das Projekt läuft über drei Jahre und finanziert eine halbe Personalstelle
  • Themen sind Extremwetter, Infrastrukturausfälle sowie Einbindung von Ehrenamt und Tourismus
  • Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, das Verfahren weiterzuführen und ein Stellenkonzept zu entwickeln

Relevanz für Insulaner:innen: 8/10

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Stand 21. Mai 2026. Maßgeblich ist immer das Original.

Eckdaten

Aktenzeichen
01/134/2026
Typ
📄 Sitzungsvorlage
Anhänge
1 Dokument
Im Radar seit
19. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert
26. Mai 2026
Original
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Anlagen (1)

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    Sitzungsvorlage
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    - 1 -
    Gemeinde Spiekeroog
     
    Brand- und Katastrophenschutz
    Vorlagen-Nr.
    01/134/2026
     
     
    BESCHLUSSVORLAGE
    öffentlich
     
     ↓ Beratungsfolge Sitzungstermin TOP
    Verwaltungsausschuss der Gemeinde Spiekeroog 21.04.2026  
    Rat der Gemeinde Spiekeroog 29.04.2026  
     
     
     
    Betreff:  
    Beteiligung am Förderprojekt „KRIse – Krisenresilienz der Inselbevölkerung 
    strategisch erhöhen"
    Sachverhalt:
    Die Gemeinde Spiekeroog hat sich gemeinsam mit der Jade Hochschule sowie weiteren 
    Partnern an einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie 
    und Raumfahrt beteiligt. Das Verfahren ist zweistufig angelegt :
     
    Stufe 1: Einreichung und Bewertung einer Projektskizze (aktuell erfolgt)
     
    Stufe 2: Aufforderung zur Ausarbeitung eines detaillierten Förderantrags bei positiver 
    Bewertung
     
    Die Gemeinde befindet sich derzeit in Stufe 1 des Verfahrens. Eine Förderzusage liegt noch 
    nicht vor. Bei erfolgreichem Abschluss dieser ersten Phase wird das Vorhaben gemeinsam 
    mit den Projektpartnern weiter konkretisiert und in einen förmlichen Förderantrag überführt.
     
    Projektinhalt (Kurzfassung)
     
    Das Projekt „KRIse“ zielt darauf ab, die Krisen- und Katastrophenresilienz der 
    Inselbevölkerung systematisch zu stärken. Im Fokus stehen insbesondere:
     
     die besondere Verwundbarkeit von Inseln,
     Risiken durch Extremwetter und Infrastrukturausfälle,
     sowie die Versorgung und Einbindung touristischer Gäste .
     
    Der Ansatz ergänzt klassische Katastrophenschutzplanungen und setzt gezielt bei der 
    Bevölkerung als aktivem Bestandteil der Krisenbewältigung an.
     
    Strategische Bedeutung des Themas
     
    Die Bedeutung des Themas ist vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen deutlich 
    gestiegen:
     
     zunehmende Extremwetterereignisse und Klimafolgen,
     steigende Risiken für kritische Infrastrukturen,
     neue Bedrohungslagen (z. B. hybride Szenarien),
     wachsende Anforderungen an Eigenvorsorge und lokale Handlungsfähigkeit .
     
    - 2 -
    Für eine Inselgemeinde wie Spiekeroog ist die Fähigkeit, auch über mehrere Tage hinweg 
    eigenständig handlungsfähig zu bleiben, von zentraler Bedeutung.
     
    Unabhängig vom vorliegenden Projekt bestand bereits die strategische Überlegung, sich in 
    den kommenden Jahren intensiver und strukturierter mit dem Thema Krisenvorsorge und 
    Resilienz auseinanderzusetzen.
     
    Bereits heute zeigt sich im Alltag, dass entsprechende Fragestellungen zunehmend an 
    Bedeutung gewinnen. Beispiele sind:
     
     Starkregen- und Hochwasserereignisse,
     wiederkehrende Herausforderungen im Bereich Umwelt- und Gesundheitsschutz (z. 
    B. Mückenentwicklung),
     sowie allgemeine Fragen der Vorsorge und Koordination im Krisenfall.
     
    Diese Aufgaben werden aktuell innerhalb der bestehenden Verwaltungsstruktur 
    mitbearbeitet.
     
    Finanzielle und personelle Auswirkungen
     
    Für die Gemeinde Spiekeroog ist im Projekt eine Förderung in Höhe von rund 176.000 € 
    (100 % Förderung) vorgesehen .
     
    Ein wesentlicher Bestandteil ist die Finanzierung von Personalkapazitäten im Umfang von 
    ca. 0,5 VZÄ über die Projektlaufzeit (3 Jahre).
     
    Einordnung der Personalsituation
     
    Im Rahmen früherer Projekte (z. B. „InselOase“) konnte die Gemeinde Projektanteile 
    erfolgreich durch die Nutzung bestehender Personalkapazitäten abbilden. Dies hatte positive
    Auswirkungen auf die Personalkosten.
     
    Diese Vorgehensweise ist im vorliegenden Fall nur eingeschränkt übertragbar, da auf 
    vorhandene Mitarbeitenden nicht beliebig weitere Aufgaben übertragen werden können und 
    diese bereits in hohem Maße ausgelastet sind.
     
    Gleichzeitig ist festzustellen, dass der Stellenplan – insbesondere im Bereich der 
    Vollzeitäquivalente – derzeit noch Spielräume aufweist, da mehrere Stellen nicht vollständig 
    ausgeschöpft sind und darüber hinaus weitere Aufgabenfelder, etwa im Bereich 
    Klimafolgenanpassung oder im Kontext einer möglichen Biosphärenregion, bislang nur 
    eingeschränkt beziehungsweise noch nicht systematisch bearbeitet werden. Vor diesem 
    Hintergrund eröffnet die Einrichtung einer projektbezogenen Stelle zugleich die Möglichkeit, 
    entsprechende Themen strukturiert mitzudenken und organisatorisch anzubinden.
     
    Folgerung
     
    Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, im Falle einer positiven Förderentscheidung:
     
     die vorgesehene Projektstelle gezielt und strukturiert in den Stellenplan zu 
    integrieren,
     und dabei sowohl die Anforderungen des Projekts als auch die bestehenden 
    organisatorischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
     
     Die im Projekt vorgesehenen Aufgaben (z. B. Koordination, Beteiligungsprozesse, 
    Analyse und Vorbereitung von Maßnahmen) weisen inhaltliche Schnittmengen mit 
    bereits bestehenden kommunalen Aufgabenfeldern im Bereich Krisenvorsorge auf 
    und können dazu beitragen, die Verwaltung in diesem Bereich fachlich und 
    organisatorisch zu stärken sowie zu entlasten.
     
    - 3 -
    Zugleich bietet die Projektstruktur die Möglichkeit, entsprechende Themen gebündelt und 
    systematisch zu bearbeiten, anstatt sie – wie bisher – parallel im laufenden Betrieb zu 
    bewältigen.
     
    Auswirkungen für die Gemeinde
     
    Die Teilnahme am Projekt bietet – bei gleichzeitig überschaubarem finanziellen Risiko – 
    folgende Chancen:
     
     Aufbau konkreter Krisen- und Vorsorgestrukturen,
     Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung,
     bessere Einbindung von Tourismus, Ehrenamt und lokalen Akteuren,
     gezielter Aufbau von Fachkompetenz innerhalb der Verwaltung,
     Entlastung bestehender Strukturen durch Bündelung von Aufgaben.
     
     
    Beschlussvorschlag:
    Der Rat der Gemeinde Spiekeroog nimmt die Beteiligung am Förderverfahren
    „KRIse – Krisenresilienz der Inselbevölkerung strategisch erhöhen“ zur Kenntnis.
     
    Die Verwaltung wird beauftragt,
     
    1. das Verfahren zur ersten Förderstufe weiter zu begleiten,
    2. im Falle einer positiven Bewertung (Stufe 1) die Ausarbeitung des Förderantrags 
    (Stufe 2) vorzubereiten,
    3. ein Konzept zur Integration der vorgesehenen Projektstelle in den Stellenplan zu 
    entwickeln
    4. und dem Rat zur Entscheidung vorzulegen.
     
     
     
     
    Spiekeroog, den 12.04.2026
     
     
     
    (Kösters, Patrick)
     Abstimmungsergebnis:
    Fachausschuss Ja: Nein: Enth.:
    VA Ja: Nein: Enth.:
    RAT Ja: Nein: Enth.:
     
    Anlagenverzeichnis:
     
    01.Skizze_resiliente_bevölkerung_KRIse_JadeHs
    02. KRIse_AZA_Skizze_final
    03. Richtlinie zur Förderung  AT 12.12.2025 B1
    04. FAQ_frl_resiliente_bevölkerung

    Maschinell extrahiert am 21. Mai 2026. Layout-Elemente wie Tabellen oder Spalten können dabei verloren gehen — maßgeblich ist das Original-PDF.

Beratungsfolge

  1. Rat der Gemeinde Spiekeroog29. April 2026, 20:00 UhrEntscheidungeinstimmig6:0:0