Die Gemeinde Spiekeroog bereitet gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund ein europaweites Vergabeverfahren für den Glasfaserausbau auf der Insel vor. Das Projekt umfasst eine Festlandsanbindung per Unterseekabel und den vollständigen Ausbau bis zu den einzelnen Hausanschlüssen. Eine Vergabrechtskanzlei soll die Ausschreibungsunterlagen bis Mitte Dezember 2025 vorlegen; der Beschlussvorschlag wird erst in der Sitzung formuliert.
Küstenschutz & Klima
Deichschutz, Hochwasservorsorge, Klimaanpassung an der Küste.
Spiekeroog liegt mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und ist von Natur aus in Bewegung: Die Insel wandert ostwärts, der Meeresspiegel steigt, Sturmfluten treffen die Düne und die Promenade.
Kommunalpolitisch geht es selten um den Deich (der ist Landessache), aber regelmäßig um Strandauffüllungen, Buhnenpflege, Hochwasservorsorge und Klimaanpassungs-Konzepte. Auch Energiewende-Themen wie Photovoltaik auf Inselgebäuden oder das geplante Wärmenetz tauchen hier auf.
Konsens ist meist, dass Schutz nötig ist. Strittig wird es, sobald Kosten, Bauoptik oder das Verhältnis zu Naturschutz-Zielen ins Spiel kommen.
Vorlagen
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg beantragt die Verlängerung einer befristeten Baugenehmigung für einen 20-Zoll-Seecontainer mit Auflieger am Nordstrand Spiekeroogs. Der Container dient der Grundwasserforschung und Lagerung wissenschaftlicher Geräte. Die Gemeinde muss nach § 36 BauGB ihr Einvernehmen erteilen, da sich das Grundstück im Außenbereich befindet. Die Verwaltung sieht keine Bedenken und empfiehlt die Zustimmung.
Ein Ingenieurbüro hat die Bestandsaufnahme der Oberflächenentwässerung auf Spiekeroog aktualisiert und eine Prioritätenliste mit Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Das historische Entwässerungssystem aus Gräben, Rohren und Versickerungsschächten wurde durch Flächenversiegelung und den Klimawandel zunehmend belastet. Der Rat soll nun die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung beauftragen, kurzfristig erste Maßnahmen umzusetzen sowie mittelfristig einen Generalentwässerungsplan vorzubereiten.
Ein Ingenieurbüro hat die Bestandsaufnahme des Spiekerooger Entwässerungssystems aus 2011/2012 aktualisiert und eine Prioritätenliste mit Maßnahmen vorgelegt. Der Gemeinderat soll die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung mit kurzfristigen Verbesserungsmaßnahmen beauftragen, für die im Haushalt 2025 rund 10.000 Euro eingeplant sind. Mittel- und langfristige Maßnahmen sollen im Rahmen der Dorfentwicklung erörtert werden. Der Umgang mit der gesonderten Starkregenproblematik war zum Zeitpunkt der Vorlage noch offen und sollte in der Sitzung entschieden werden.