Die Kulturstiftung Spiekeroog plant im Rahmen des Projekts „Spiekeroogs Baukultur erleben – Geschichten aus Stein und Zeit
Kultur & Vereine
Kulturstiftung, Vereinsleben, Veranstaltungen, Feuerwehr.
Kultur in Spiekeroog wird vor allem von ehrenamtlichen Strukturen getragen: Kulturstiftung Spiekeroog, Inselmuseum, Heimatverein, Sportverein, Feuerwehr, Kirchengemeinden. Die Gemeinde finanziert nicht selbst, sondern bezuschusst.
Vorlagen drehen sich um Vereinszuwendungen, Veranstaltungen für Insulaner:innen abseits der touristischen Programmlinie, Projekte wie die geplanten Audiostationen im Ortskern, kirchliche Belange und denkmalpflegerische Fragen.
Strittig wird es selten — meist geht es um Verteilungsfragen zwischen verschiedenen ehrenamtlichen Strukturen und die Höhe von Zuschüssen.
Vorlagen
Der Spiekerooger Sportverein (SSV) beantragt eine Verdoppelung der jährlichen Gemeindezuwendung von 5.000 auf 10.000 Euro, rückwirkend ab 1. Januar 2026. Grund sind stark gestiegene Hallennutzungskosten für das Sportdeck, die der SSV auf bis zu 20.000 Euro im Jahr 2026 schätzt. Der Rat soll dem Antrag grundsätzlich zustimmen und für 2027 die erhöhten Mittel einplanen; für 2026 stehen zwei Varianten zur Wahl: keine Anpassung oder eine überplanmäßige Ausgabe von 5.000 Euro.
Eine Gruppe ehrenamtlicher Insulaner:innen hat sich bereit erklärt, in den Jahren 2026 bis 2028 den Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz aufzustellen, zu schmücken und abzubauen. Die Gemeinde erstattet dabei lediglich tatsächliche Sachauslagen für Material und Schmuck. Der Rat soll die Gruppe offiziell beauftragen und jährlich 250 Euro Haushaltsmittel bereitstellen, insgesamt 750 Euro über drei Jahre.
Die Verwaltung beantragt, für fünf Veranstaltungen im Jahr 2026 Ausnahmen von der gemeindlichen Lärmschutzverordnung zu genehmigen. Betroffen sind Tanz in den Mai (30.04.), Pfingstregatta (24.05.), Public Viewing (11.06.–19.07.), 50. Bäderturnier (08.08.) und Dorffest (01.09.). Die Nachtruhe darf je nach Veranstaltung bis 0:00, 1:00 oder 2:30 Uhr überschritten werden. Der Rat soll alle fünf Ausnahmen in einem Beschluss gemeinsam genehmigen.
Die Deutsche Telekom hat der Gemeinde Spiekeroog angeboten, die beiden verbliebenen Telefonzellen an den Standorten Lüttpad 4 und Westerloog 2 für je 10 Euro zu verkaufen – andernfalls werden sie im ersten Quartal 2026 abgebaut. Die Gemeinde möchte sie für gemeinwohlorientierte Zwecke erhalten; eine Zelle wird bereits als offener Bücherschrank genutzt. Der Rat soll den Kauf und den Abschluss des Kaufvertrags beschließen sowie die künftige Nutzung regeln.
Die Gemeinde Spiekeroog soll den jährlichen Zuschuss zur Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr um 500 Euro auf künftig 2.000 Euro erhöhen. Hinzu kommt ein separater Zuschuss für die Jugendfeuerwehr von 1.000 Euro jährlich. Der Gemeindebrandmeister regte die Erhöhung im Rahmen der Haushaltsberatungen an. Der Rat soll die Erhöhung beschließen und in der Mittelfristplanung fortschreiben.
Die Verwaltung schlägt vor, eine ergänzende Unfallversicherung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Spiekeroog abzuschließen. Bei der Überprüfung bestehender Verträge wurden seltene Fallkonstellationen entdeckt, in denen der bisherige Versicherungsschutz nicht greift. Die zusätzliche Absicherung kostet die Gemeinde jährlich 289,46 Euro brutto. Der Rat soll den Vertragsabschluss beschließen.
Die Vorlage betrifft einen Nutzungsvertrag zwischen der Gemeinde Spiekeroog und dem Spiekerooger Segelclub über Flächen im Hafen. Es soll geregelt werden, zu welchen Bedingungen der Segelclub die Hafenflächen nutzen darf. Einzelheiten zu Laufzeit, Entgelt oder Flächenumfang liegen auf Basis des Titels allein nicht vor.
Die Verwaltung beantragt, für vier Veranstaltungen im Jahr 2025 Ausnahmen von der gemeindlichen Lärmschutzverordnung zu genehmigen. Betroffen sind Tanz in den Mai (30.04.), Pfingstregatta (08.06.), Dorffest (02.09.) und das 100-jährige Jubiläum des Klootschießervereins (06.09.). Die Ausnahmen erlauben Musikbetrieb bis maximal 03:00 Uhr, abhängig von der Veranstaltung. Der Rat soll die Genehmigungen gebündelt und unter Auflagen beschließen.
Der Klootschießer- und Boßelverein „An de Strand lang
Die Gemeinde Spiekeroog gewährt dem Sportverein Spiekeroog (SSV) künftig eine direkte Zuwendung zur Nutzung der Mehrzweckhalle (Sportdeck), die der Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB) gehört. Bisher zahlte die Gemeinde einen Anteil direkt an die NSB; künftig erhält der SSV den Zuschuss und bezahlt das Nutzungsentgelt eigenständig. Für 2025 sind 5.000 Euro im Haushalt eingeplant. Der Rat soll diese Neuregelung des Geldflusses beschließen.