Das Ordnungsamt beantragt eine Ausnahmegenehmigung von der Bauzeitenregelung für ein laufendes Bauvorhaben am Hotel Inselfriede. Wegen Verzögerungen im Genehmigungsverfahren konnte mit den Arbeiten später als geplant begonnen werden. Die wesentlichen Bauarbeiten sollen bis 31. Mai 2025 abgeschlossen sein; für Rest- und Aufräumarbeiten wird ein Kulanzzeitraum bis 6. Juni 2025 beantragt. Der Beschlussvorschlag sieht die Genehmigung dieser Ausnahme vor, wobei Ruhezeiten einzuhalten und Beeinträchtigungen auf das unvermeidbare Maß zu begrenzen sind.
Tourismus & Kurbetrieb
Kurverwaltung, Tourismusangebote, Beherbergung, Saisonbetrieb.
Tourismus ist die wirtschaftliche Basis Spiekeroogs — und gleichzeitig der Punkt, an dem sich die meisten Konflikte mit dem Inselleben aufladen. Die Kurverwaltung steuert Marketing, Strandkörbe, Veranstaltungen und Gästebeitrag.
In den Sitzungen geht es um Sondernutzungsanträge gewerblicher Betriebe, Beherbergungsstatistik, Saisonprogramme, das Verhältnis zur Niedersächsischen Tourismus-Werbung (NTW) und immer wieder um die Frage, wie viel Wachstum die Insel verträgt.
Die Reibungsfläche zu Wohnen, Verkehr und Naturschutz ist groß: Jede zweite Vorlage berührt mehrere dieser Themen gleichzeitig.
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Der langjährige Pächter der östlichen Pferdeweiden stellt seinen Reitbetrieb Ende 2025 altersbedingt ein. Die Gemeinde will einen touristischen Kutschbetrieb als Nachfolger sicherstellen und erarbeitet dazu ein Interessenbekundungsverfahren. In der Sitzung soll der Entwurf beraten werden, bevor die Verwaltung die finale Fassung mit Nationalparkverwaltung und Domänenamt abstimmt und dem Rat zur Beschlussfassung vorlegt.
Das Inselmobi ist ein ehrenamtlich betriebener Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Personen auf Spiekeroog. Bei An- und Abreisen mit dem WattnExpress (WEX) kommt es regelmäßig zu Konflikten, weil Gäste großes Gepäck mitbringen, das das Fahrzeug nicht befördern kann. Die Verwaltung schlägt vor, Fahrten im WEX-Zusammenhang nur nach vorheriger telefonischer Klärung des Gepäcks durchzuführen und eine kostenpflichtige Notfall-Gepäcklösung zu prüfen. Außerdem soll die Nordseebad Spiekeroog GmbH die Kommunikation gegenüber Gästen und Gastgebern verbessern.
Ein privater Bauantrag für das Grundstück Noorderpad 14 liegt dem Bauausschuss zur Kenntnisnahme vor. Geplant ist die Aufstockung und Erweiterung eines bestehenden Wohngebäudes mit zwei Dauerwohnungen und zwei Ferienwohnungen. Das Vorhaben entspricht dem Bebauungsplan Nr. 22; ein Befreiungsantrag wurde nicht gestellt. Die Verwaltung schlägt vor, dass die Gemeinde auf eine eigene Stellungnahme verzichtet.
Der Landkreis Wittmund hat die Gemeinde Spiekeroog um Stellungnahme zu einem Antrag auf nachträgliche Baugenehmigung für ein Wohnhaus gebeten. Die Gemeindeverwaltung hält die eingereichten Unterlagen für unvollständig und widersprüchlich: Das Vorhaben wird darin abwechselnd als Gartenhaus-Aufstockung, Wohnhaus, Ferienhaus oder Ferienhaus mit 6 Betten beschrieben. Die Verwaltung soll den Landkreis auf die Mängel hinweisen und erneut eine Vorprüfung der Unterlagen einfordern.
Der Klootschießer- und Boßelverein „An de Strand lang
Die Verwaltung legt eine Korrektur der Gästebeitragssatzung vom 22.11.2024 vor. Bei der Anwendung der Satzung stellte sich heraus, dass die neue Formulierung ungewollt einen zusätzlichen Aufenthaltstag erzeugt hätte, weil An- und Abreisetag getrennt gezählt worden wären. Die Änderung stellt klar, dass An- und Abreisetag zusammen als ein Aufenthaltstag gelten – wie bisher. Die Änderung gilt rückwirkend zum 01.12.2024.
Im September 2024 traf eine ungewöhnlich starke Mückenplage Spiekeroog; genetische Analysen identifizierten die Salzwiesen im Nationalpark als Hauptquelle. Die Verwaltung legt verschiedene Handlungsoptionen vor — von einem umfassenden Programm bis zur reinen Dorf-Prävention. Der Rat hat sich in der Sitzung vom 13. Februar 2025 für eine vereinfachte Strategie ausgesprochen: ein Wissenschaftler soll drei Jahre lang beauftragt werden, BTI-Einsatz im Dorf und in kurzfristig gewässerten Gebieten soll ermöglicht werden, und Gäste sowie Gastgeber sollen über die Insel-Website informiert werden.
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 24 „Hotel Inselfriede
Der Landkreis Wittmund hat die Gemeinde Spiekeroog um eine Stellungnahme zu einem Nachtrag der Baugenehmigung für die Sanierung und Erweiterung eines Supermarkts samt fünf Mitarbeiterwohnungen gebeten. Der Nachtrag betrifft laut Landkreis nur marginale Grundrissänderungen im Erd- und Dachgeschoss, die keine städtebauliche Relevanz haben. Die Verwaltung empfiehlt, keine Stellungnahme abzugeben; der Bauausschuss soll die Änderung billigend zur Kenntnis nehmen.
Die Gemeinde Spiekeroog beschließt neu die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 21 „Am Bahnhof
Die Gemeinde Spiekeroog passt ihre Gästebeitragssatzung für den Zeitraum 2024 bis 2026 an. Der Beitragssatz für Erwachsene in der Hauptsaison (Saison A: 15. März bis 31. Oktober) steigt von bisher 5,00 Euro auf 5,50 Euro pro Aufenthaltstag. Der rechnerisch höchstmögliche Satz hätte 6,07 Euro betragen; der Gemeinderat bleibt bewusst darunter. Der Beschlussvorschlag sieht das Inkrafttreten der neuen Satzung ab 1. Dezember 2024 vor.
Ein Wohnhaus aus den 1960er Jahren auf Spiekeroog soll eine Nutzungsänderung erhalten: Die Wohnung im 1. Obergeschoss, die seit Errichtung des Hauses faktisch als Ferienwohnung vermietet wird, soll nachträglich baurechtlich als Ferienwohnung genehmigt werden. Die Gemeinde muss dazu ihr Einvernehmen nach den §§ 172 und 173 BauGB erklären. Die Verwaltung sieht die rechtlichen Voraussetzungen als erfüllt an und hat keinen Ermessensspielraum. Der Bauausschuss soll billigend zur Kenntnis nehmen, dass die Verwaltung das Einvernehmen erteilen wird.
Der Betreiber der Edeka-Filiale 'Watt'n Koophuus' beantragt, Waren künftig mit einem größeren Edeka-Anhänger anliefern zu dürfen. Die Route führt vom Hafen über die Straße Wüppspoor rückwärts auf die Straße Süderloog; das Entladen findet auf privatem Grundstück statt. Dadurch sollen bisherige Anlieferungen per E-Karre und kleineren Anhängern reduziert und der Lärm für Anwohner:innen vermindert werden. Der Rat soll der Genehmigung zunächst befristet auf ein Jahr zustimmen.
Die Gemeinde Spiekeroog informiert den Rat über den aktuellen Stand des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 24 "Hotel Inselfriede" (Südermenss 1). Der Planentwurf wurde überarbeitet, weil das Vorhaben Widersprüche zur Gestaltungssatzung I aufwies und der Umfang der Sanierung erweitert wurde — nun soll auch der nördliche Altbestand miterfasst werden. Der Rat soll die vorgenommenen Planänderungen billigend zur Kenntnis nehmen; eine erneute öffentliche Beteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Ein potenzieller Käufer fragt vorab an, ob ein Wohnhaus auf Spiekeroog im Erdgeschoss als Ferienwohnung und im Dachgeschoss als Dauerwohnung genutzt werden darf. Die Verwaltung prüft das Vorhaben anhand der Erhaltungssatzung und des B-Plans Nr. 22. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass keine Gefährdung der Wohnbevölkerungszusammensetzung vorliegt. Der Beschlussvorschlag lautet: Die Gemeinde erteilt das Einvernehmen nach §§ 172 und 173 BauGB.
Das Land Niedersachsen stellt 2024 insgesamt 2 Millionen Euro als einmalige Ausgleichszahlung für staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte bereit. Die Gemeinde Spiekeroog hat fristgerecht einen Antrag gestellt und einen Bewilligungsbescheid über 45.229,32 Euro erhalten. Da die touristische Infrastruktur auf der Insel überwiegend von der Nordseebad Spiekeroog GmbH betrieben wird, schlägt die Verwaltung vor, den gesamten Betrag an diese weiterzuleiten. Die NSB muss dabei erklären, für welchen touristischen Infrastrukturbereich die Mittel eingesetzt werden sollen.
Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Spiekeroog wird im Bereich des Bebauungsplans Nr. 15 „Kurzentrum
Die Hotel Inselfriede GmbH & Co KG beantragt den Umbau und die Erweiterung des Hotels Südermenss 1. Der Bauausschuss soll einen Beschlussvorschlag für den Verwaltungsausschuss vorprüfen und billigend zur Kenntnis nehmen. Planungsrechtlich ist das Vorhaben nach § 33 BauGB bereits zulässig, weil der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 24 ausreichend weit fortgeschritten ist. Die beantragte Abweichung von der Gestaltungssatzung II (Holzfassade durch ein anderes Material ersetzen) soll hingegen abgelehnt werden.
Die Betreiberin des Hotel-Restaurants Inselfriede an der Südermenss 1 plant einen Erweiterungsneubau sowie eine Aufstockung mit bis zu 13 zusätzlichen Zimmern und eine Modernisierung hinsichtlich Barrierefreiheit, Brandschutz und Energieeffizienz. Um das Vorhaben planungsrechtlich zu sichern, soll der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 24 „Hotel Inselfriede
Die Eigentümer eines Gewerbegebäudes auf Spiekeroog beantragen, einen Teil des Gebäudes in ein Café umzunutzen. Bisher befanden sich dort ein Ladengeschäft, ein Eisladen und Dauerwohnraum; ein Zimmer von 37 qm fällt als Wohnfläche weg, drei Dauerwohnungen bleiben jedoch erhalten. Der Gemeinderat soll das Einvernehmen zur Ausnahme von der bestehenden Veränderungssperre (B-Plan Nr. 22) sowie zur Genehmigung nach der Erhaltungssatzung erteilen.
Der Rat soll die 7. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde Spiekeroog förmlich feststellen. Die Änderung umfasst rund 42 Hektar und damit nahezu den gesamten Siedlungsbereich der Insel. Sie schafft die planungsrechtliche Grundlage für den parallel aufgestellten Bebauungsplan Nr. 22, der das Verhältnis von Dauerwohn- und Ferienwohnnutzung steuern soll. Der Rat soll den Abwägungsvorschlägen zu den eingegangenen Stellungnahmen zustimmen und den FNP anschließend festzustellen.
Ein Gebäude auf Spiekeroog wurde ursprünglich als Wohngebäude genehmigt, aber seit langem als Ferienwohnung vermietet. Die Eigentümer beantragten am 1. März 2024 nachträglich eine Nutzungsänderung von Dauerwohnen zu Ferienwohnen. Die Verwaltung empfiehlt, das gemeindliche Einvernehmen zu versagen, da die laufende Veränderungssperre für den Bebauungsplan Nr. 22 „Dorf
Eine bestehende Hotelanlage auf Spiekeroog soll modernisiert und erweitert werden. Geplant sind neue Zimmer und Suiten im 4-Sterne-Segment, ein zweiter Fluchtweg mit Treppenhaus und Aufzug sowie Verbesserungen an Dach, Fassade und Brandschutz. Der Bauausschuss soll den aktuellen Planungsstand billigen und die Verwaltung beauftragen, die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen.
Die Gemeinde Spiekeroog passt ihre Gästebeitragssatzung zum dritten Mal an. Der Gästebeitrag für Erwachsene steigt ab dem 15. März 2021 von 3,60 Euro auf 5,00 Euro pro Nacht in der Hauptsaison. Ab 2022 entfällt die automatische Beitragspflicht für Zweitwohnungsbesitzer; wer weiterhin einen Jahresgästebeitrag zahlen möchte, kann sich freiwillig anmelden. Außerdem wird für Rückerstattungsanträge eine Verwaltungsgebühr von 5,00 Euro eingeführt. Der Rat soll die geänderte Satzung beschließen.